Wildtomate - Tomatensamen - Historische Sorte

Beschreibung

Entdecken Sie die faszinierende „Wildtomate“:

Tauchen Sie ein in die Welt der Wildtomaten – den ursprünglichen Verwandten unserer Kulturtomate. Ihre Heimat liegt an den Pazifik­hängen und Küstenregionen West-Südamerikas (v. a. Peru/Ecuador). Besonders bekannt ist Solanum pimpinellifolium (oft „Johannisbeer-Tomate“ genannt): kleinfrüchtig, aromastark, erstaunlich robust. Aus solchen Wildformen entwickelte sich über Jahrhunderte die heutige Vielfalt – von rot über gelb bis fast schwarz, von kirschklein bis riesig. Wildtomaten bringen wertvolle Eigenschaften mit: Wüchsigkeit, Toleranzen gegen Wetterstress, oft frühe Reife und ein intensiver, ursprünglicher Geschmack. Sie wurden und werden in der Züchtung genutzt, um Aroma und Widerstandskraft in Kultursorten zurückzubringen – und sie machen im Garten einfach Freude: unermüdlich tragend, mit langen Rispen voller kleiner, leuchtender Früchte.

Eigenschaften der Wildtomate:

Fruchtgröße: Sehr klein (Kirsch- bis Johannisbeergröße), ca. 1–1,5 cm (5–10 g).
Geschmack: Süß-würzig mit frischer Säure; sehr aromatisch.
Farbe: Meist leuchtend rot (je nach Linie auch gelb/orange).

Anzuchtsempfehlungen: Im Frühjahr 6–8 Wochen vor dem letzten Frost aussäen. Samen nur hauchdünn bedecken, warm (20–24 °C) und gleichmäßig feucht halten; nach dem Auflaufen sehr hell kultivieren und pikieren. Nach dem Abhärten ins Freiland, Gewächshaus oder in größere Töpfe pflanzen. Wildtomaten sind starkwüchsig und verzweigend – Rankhilfe oder Gerüst einplanen; Ausgeizen ist optional (lockere, buschige Kultur funktioniert gut). Gleichmäßig wässern, nährstoffbetont aber nicht überdüngen; ein sonniger, luftiger Standort fördert Aroma und Fruchtfülle.

Warum Saatguterhalt wichtig ist: Wildtomaten bewahren genetische Basismerkmale unserer Kulturtomate – von Aromakomponenten über Krankheits- und Stresstoleranzen bis zu früher Reife. Ihr Erhalt sorgt dafür, dass diese natürlichen Ressourcen für Hausgärten und künftige Züchtung verfügbar bleiben. Für sortenreines Saatgut: nur gesunde, typgerechte Pflanzen wählen; Wildtomaten sind kreuzungsfreudiger (offenere Blüten, mehr Insektenbesuch) – daher isolieren (größerer Abstand, einzelne Blütenstände beuteln) oder nur eine Wildtomatenlinie gleichzeitig zur Saatgutgewinnung anbauen. Samen aus vollreifen Früchten 2–3 Tage fermentieren, gründlich spülen, gut trocknen und trocken, dunkel, kühl lagern.

Eine Packung enthält 10 Samen.

Leider hat die EU hat das Sortenzulassungsverfahren so stark verschärft, dass wirtschaftlich uninteressante Sorten sowie solche, die nicht der weit verbreiteten "Einheitstomate" entsprechen, ausgesondert wurden. Dadurch haben viele alte Sorten ihre offizielle Sortenzulassung verloren. Wir möchten darauf hinweisen, dass die angebotenen Sorten ausdrücklich als Sammelobjekte oder Zierpflanzen verkauft werden, da sie nicht mehr für den kommerziellen Anbau zugelassen sind, obwohl sie kulinarisch wertvoll sind. Bedauerlicherweise dürfen sie nicht mehr zu Genusszwecken verwendet werden. 

Wildtomate - Tomatensamen - Historische Sorte

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    Beschreibung

    Entdecken Sie die faszinierende „Wildtomate“:

    Tauchen Sie ein in die Welt der Wildtomaten – den ursprünglichen Verwandten unserer Kulturtomate. Ihre Heimat liegt an den Pazifik­hängen und Küstenregionen West-Südamerikas (v. a. Peru/Ecuador). Besonders bekannt ist Solanum pimpinellifolium (oft „Johannisbeer-Tomate“ genannt): kleinfrüchtig, aromastark, erstaunlich robust. Aus solchen Wildformen entwickelte sich über Jahrhunderte die heutige Vielfalt – von rot über gelb bis fast schwarz, von kirschklein bis riesig. Wildtomaten bringen wertvolle Eigenschaften mit: Wüchsigkeit, Toleranzen gegen Wetterstress, oft frühe Reife und ein intensiver, ursprünglicher Geschmack. Sie wurden und werden in der Züchtung genutzt, um Aroma und Widerstandskraft in Kultursorten zurückzubringen – und sie machen im Garten einfach Freude: unermüdlich tragend, mit langen Rispen voller kleiner, leuchtender Früchte.

    Eigenschaften der Wildtomate:

    Fruchtgröße: Sehr klein (Kirsch- bis Johannisbeergröße), ca. 1–1,5 cm (5–10 g).
    Geschmack: Süß-würzig mit frischer Säure; sehr aromatisch.
    Farbe: Meist leuchtend rot (je nach Linie auch gelb/orange).

    Anzuchtsempfehlungen: Im Frühjahr 6–8 Wochen vor dem letzten Frost aussäen. Samen nur hauchdünn bedecken, warm (20–24 °C) und gleichmäßig feucht halten; nach dem Auflaufen sehr hell kultivieren und pikieren. Nach dem Abhärten ins Freiland, Gewächshaus oder in größere Töpfe pflanzen. Wildtomaten sind starkwüchsig und verzweigend – Rankhilfe oder Gerüst einplanen; Ausgeizen ist optional (lockere, buschige Kultur funktioniert gut). Gleichmäßig wässern, nährstoffbetont aber nicht überdüngen; ein sonniger, luftiger Standort fördert Aroma und Fruchtfülle.

    Warum Saatguterhalt wichtig ist: Wildtomaten bewahren genetische Basismerkmale unserer Kulturtomate – von Aromakomponenten über Krankheits- und Stresstoleranzen bis zu früher Reife. Ihr Erhalt sorgt dafür, dass diese natürlichen Ressourcen für Hausgärten und künftige Züchtung verfügbar bleiben. Für sortenreines Saatgut: nur gesunde, typgerechte Pflanzen wählen; Wildtomaten sind kreuzungsfreudiger (offenere Blüten, mehr Insektenbesuch) – daher isolieren (größerer Abstand, einzelne Blütenstände beuteln) oder nur eine Wildtomatenlinie gleichzeitig zur Saatgutgewinnung anbauen. Samen aus vollreifen Früchten 2–3 Tage fermentieren, gründlich spülen, gut trocknen und trocken, dunkel, kühl lagern.

    Eine Packung enthält 10 Samen.

    Leider hat die EU hat das Sortenzulassungsverfahren so stark verschärft, dass wirtschaftlich uninteressante Sorten sowie solche, die nicht der weit verbreiteten "Einheitstomate" entsprechen, ausgesondert wurden. Dadurch haben viele alte Sorten ihre offizielle Sortenzulassung verloren. Wir möchten darauf hinweisen, dass die angebotenen Sorten ausdrücklich als Sammelobjekte oder Zierpflanzen verkauft werden, da sie nicht mehr für den kommerziellen Anbau zugelassen sind, obwohl sie kulinarisch wertvoll sind. Bedauerlicherweise dürfen sie nicht mehr zu Genusszwecken verwendet werden. 

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