Ultraschallvernebler werden zur Verneblung von Inhalationslösungen im Bereich der Atemwegsanwendung eingesetzt. Die Aerosolerzeugung erfolgt über mechanische Schwingungen mit einer Frequenz von 1,7 MHz, die in destilliertem Wasser (Kontaktwasser) erzeugt werden. Diese Schwingungen entstehen durch piezokeramische Bauteile, welche elektrische Energie in mechanische Schwingungen umwandeln.
Zur physikalischen Trennung zwischen Vernebler und Verneblungseinheit wird ein aquapak®-System innerhalb der Kontaktflüssigkeit eingesetzt. Die erzeugten Schwingungen werden durch dessen Boden übertragen und breiten sich anschließend in der Inhalationsflüssigkeit aus.
An der Oberfläche der NaCl- bzw. Inhalationslösung entstehen dabei feine Kapillarwellen, die sich mit steigender Anregungsfrequenz verstärken und die Bildung eines Aerosols unterstützen.
Die Ultraschallvernebler der Baureihe equosonic erzeugen Partikelgrößen von ca. 0,5 bis 5 µm bei einer Verneblungsleistung von bis zu 5,5 ml/min. Für normal große Pferde wird häufig bereits eine Leistung von etwa 4 ml/min verwendet. Das erzeugte Aerosol kann sich sowohl in den oberen als auch in den tieferen Bereichen der Atemwege verteilen.
Im Vergleich zu technisch einfacheren Kompressorverneblern arbeiten Ultraschallvernebler mit hochfrequenten mechanischen Schwingungen und erzeugen dadurch ein besonders feines Aerosolspektrum. Über 95 % der Oberfläche des respiratorischen Systems befinden sich unterhalb des Kehlkopfes. Das Bronchialsystem besitzt äußerst feine Verästelungen mit sehr kleinen Durchmessern. Für die Verteilung von Aerosolpartikeln in tieferen Atemwegsbereichen spielt daher die Partikelgröße eine wesentliche Rolle.
In der Fachliteratur werden Partikelgrößen unter 5 µm als relevant beschrieben, um Aerosolpartikel auch bis in tiefere Bereiche des Atemsystems, einschließlich der Alveolen (Lungenbläschen), transportieren zu können. Daraus ergibt sich, dass ein großer Anteil der erzeugten Aerosolpartikel im Bereich unter 5 µm liegen sollte.
Die Ultraschallvernebler der Baureihe equosonic Privat und equosonic Klinik arbeiten mit einer keramischen Membranfrequenz von 1,7 MHz und erzeugen Aerosolpartikel in einem Größenbereich von ca. 0,5 bis 5 µm.
Für eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Aerosols empfiehlt sich eine ruhige Anwendungssituation mit entspannter Atmung und niedriger Atemfrequenz. Daher sollte das Tier möglichst nicht unmittelbar vor der Anwendung bewegt werden. Auch direkt nach der Inhalation empfiehlt sich zunächst eine kurze Ruhephase.